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Versorgung, Rettung & Vermittlung von Hunden aus/in ost- und südeuropäischen Tötungen & Tierheimen
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BeitragVerfasst: 02.04.2011, 11:11 
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Von: "Find-mich-Fix" info@find-mich-fix.de
Betreff: Sedativa/Beruhigungsmittel bei entlaufenen Hunden
Datum: 02. Apr 2011 10:35


Beruhigungsmittel/Sedativa bei entlaufenen Hunden/Tieren:

Vielfach hört man die Aussage, kann ich nicht ein Beruhigungsmittel ins Futter oder Ähnliches geben? NEIN, das können Sie nicht, denn

a) Sie wissen nie genau, wie schwer Ihr Hund ist und

b) ob ausschließlich Ihr Hund dieses Beruhigungsmittel frisst oder eventuell andere Tiere

c) ein Beruhigungsmittel den Hund nicht wirklich beruhigt, denn der Stressspiegel/-hormone sind enorm hoch

d) ein Beruhigungsmittel kein Betäubungsmittel ist

e) sollte das Beruhigungsmittel doch irgendwie vom Hund aufgenommen worden sein, dann sind seine Reaktionen herabgesetzt, d.h., auch bei der Wahrnehmung von Gefahren ist seine Reaktionsfähigkeit und Wahrnehmungskraft eingeschränkt, auf Deutsch heißt dies, war der Hund bisher im Straßenverkehr unauffällig, wurde dort ggfs. gar nicht gesehen, so kann es nun aufgrund des Beruhigungsmittels passieren, dass er diese Achtsamkeit nicht mehr besitzt. Sie setzen damit das Leben des Hundes und das Ihrer Mitmenschen sowie sämtlicher Wildtiere aufs Spiel.

f) andere Tiere sogar durch das Beruhigungsmittel für den Hund getötet werden können (ist dann leider eine Straftat)

g) das Beruhigungsmittel genau entgegengesetzt wirkt, nämlich den Hund aufputscht

h) sollte das Beruhigungsmittel doch wirken, so würden Sie den Hund eh nicht finden können, da er sich mit absoluter Sicherheit extremst verkrochen hat

i) der Suchhund den benommenen Hund zu 90% aufscheuchen würde. Die meisten Suchhunde sind darauf ausgebildet, dass zu suchende Objekt – bei der Menschensuche sogar durch direkte Kontaktaufnahme – anzuzeigen u., je näher sie dem Ziel kommen, also je intensiver für sie der Geruch ist, immer schneller und heftiger zu werden. Dies alles würde „der beruhigte“ Hund sehr wohl wahrnehmen (er ist ja lediglich beruhigt und nicht sediert) und umgehend die Flucht antreten (aus des entlaufenen Hundes Sicht zeigt der Suchhund an: "ich komme da und will den Platz"). Der scheue Hund wird also sofort laufen gehen und zu 99,9% dies schon tun, wenn Sie noch 500m oder 1km entfernt sind). Es gibt einige wenige Suchhunde, die sind darauf trainiert, je näher sie dem Ziel kommen, desto langsamer werden sie oder auch andere Hunde zustellen - ist ähnlich anzusehen, wie das eigenständige Hüten einer Herde -.

j) Auch wenn Sie denken, wenn der Hund aber nun mal benommen ist beim Tierarzt, dann kann er nicht laufen – dies ist so wohl richtig, ABER ihr Hund lebt im Augenblick draußen, alleine auf sich gestellt und würde umgehend flüchten, egal wie benommen er vom Beruhigungsmittel sein würde und er wird immer schneller sein als Sie, selbst wenn er schon fast nicht mehr kann und sich immer wieder mal hinlegt, werden Sie ihn nicht zu greifen kriegen bei Verfolgungsjagden. Sie erreichen damit lediglich, dass er zukünftig dieses Gebiet meiden wird, vielleicht noch einmal dort erscheint, danach aber sicherlich nicht mehr.

k) Sie denken nun, o.k., ich beobachte, wann der Hund frisst, verfolge ihn vorsichtig mit dem Auto, warte 1 Stunde bis dass das Beruhigungsmittel wirkt, dann greif ich ihn mir. Irrtum, der Hund wird merken, dass er mit dem Auto verfolgt wird, und das Beruhigungsmittel wird erst mal gar nicht mehr wirken. Spät in der Nacht, wenn der Hund dann endlich mal zur Ruhe kam (weil keiner ihn mehr verfolgte), dann wird das Beruhigungsmittel wirken, aber dann sind Sie nicht vor Ort und haben keinen Schimmer wo der Hund steckt. Vor allem im Winter können solche Beruhigungsmittelaktionen fatale Folgen haben. Hund ist nicht "ganz klar bei Verstand" und legt sich relativ ungeschützt schlafen (vergleichbar mit einem Volltrunkenen). Somit sind dann Erkältungen oder gar Schlimmeres (abhängig von den Außentemperaturen) vorprogrammiert.

Also Fakt ist: Finger weg von Beruhigungsmitteln im freien Gelände!! Sie gefährden damit nicht nur das Leben Ihres Hundes sondern ebenfalls das Leben aller in der Gegend ansässigen Wildtiere!!!!! und bei noch größerem Pech, das Leben Ihrer Mitmenschen!

LG Maria Bader

www.find-mich-fix.de
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_________________
Tierliebe Grüße
Cordula Lützenkirchen und die 4-beinige Rasselbande :0))

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