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 Betreff des Beitrags: Giftige Lebensmittel
BeitragVerfasst: 10.09.2010, 17:45 
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Giftige Lebensmittel

Küchenzwiebeln: nach dem Verzehr kann eine Hämolyse auftreten, d.h. rote Blutkörperchen lösen sich auf. Giftig können schon 5-10g/kg KM an rohen, gekochten o. getrockneten Zwiebeln aus.
Anzeichen: Erbrechen u. Durchfall. Nach 1 bis 3 Tagen folgen dann die Symptome der hämoplytischen Anämie mit Appetitlosigkeit, Schwäche, blasse Schleimhäuten, Ausscheidung von blutigem Urin, Beschleunigung von Herz- und Atemfrequenz. Wird die Zwiebelfütterung eingestellt, so tritt die Erholung in der Regel innerhalb einer Woche ein.

Avocado: Einige Arten enthalten das für Tiere giftige Toxin „Persin“. Es bewirkt eine schwere Herzmuskelschädigung und bei säugenden Tieren eine Entzündung des Gesäuges.
Anzeichen: Husten, Atemnot, erhöhte Herzfrequenz, Wassereinlagerungen in der Unterhaut
(besonders an Hals und Unterbauch), Bauchwassersucht und Zeichen der Herzvergrößerung.
Endet meist tödlich, da eine spezifische Therapie nicht möglich.

Bohnen: Gartenbohnen sind grundsätzlich (für Mensch u. Tier) nur gekocht genießbar. Roh enthalten sie das Toxin „Phasin“, welches durch den Kochprozess zerstört wird. Phasin wirkt auf den Körper, indem es die Protein-Biosynthese, v.a. im Dünndarm hemmt.
Anzeichen: Erbrechen, blutiger Durchfall, Bauchkrämpfe, Kollaps.
Große Mengen roher Bohnen führen zum Tod.

Kartoffeln: Grüne und gekeimte Kartoffeln enthalten Toxine. Der Solaningehalt ist in der Schale am höchsten und kann Vergiftungen hervorrufen.
Anzeichen: Erbrechen, Durchfall

Kernobst: Kerne von Kirschen, Pflaumen , Aprikosen und Pfirsichen enthalten blausäurespaltende Toxine. Zu Vergiftungen kommt es, wenn Hunde unbegrenzten Zugang zu diesen Früchten haben (z.B. Obstwiese) und beim Fressen die Kerne zerknacken. Die Toxine Amygdalin und Prunasin spalten im Organismus Blausäure ab, welches zu einer Blockierung der Zellatmung führt.
Anzeichen: Kratzen im Hals, Speicheln, Übelkeit, Erbrechen, rosige Schleimhäute, Herzklopfen u. –schmerzen, Atembeschwerden, erhöhte Körpertemperatur. Die Atemluft bzw. das Erbrochene der erkrankten Tiere kann einen starken Bittermandelgeruch aufweisen.
Sofort zum Tierarzt!

Weintrauben u. Rosinen: Verantwortliche Auslöser noch nicht genau bekannt.
Anzeichen: Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Apathie.
Diese Symptome können mehrere Tage andauern. Schließlich verringert sich die abgesetzte Urinmenge und es kann zu einer Niereschädigung kommen.
Man sollte generell von der Verfütterung absehen.

Holunder-Beeren: Reife oder unreife Früchte können zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

Nüsse: der hohe Gehalt an Phosphor kann leicht zu Blasensteinen und Störungen des Knochenstoffwechsels führen. Unreife Walnüsse sind giftig.

Hülsenfrüchte: der hohe Faser- und Eiweißgehalt verursacht eine Überaktivität der Darmbakterien. Manche Hülsenfrüchte enthalten Fermenthemmstoffe, die die Eiweißverdauung behindern
Anzeichen: Bauchkrämpfe, gesteigerte Darmwinde.

Stark gesalzene Nahrung, Seewasser, Pökellake: Können zu Bluthochdruck und Nierenschäden führen.

Gebratene oder gegrillte Speisen (insbesondere Fleisch) : Der hohe Fettgehalt, Salz und Gewürze sowie Röststoffe sind für die Hundeernährung nicht geeignet.

Süssigkeiten: der hohe Zuckergehalt führt zu Übergewicht und deren Folgen

_________________
Schnauzenliebe Grüße
Doreen

Wundern muss ich mich sehr, dass Hunde die Menschen so lieben; denn ein erbärmlicher Schuft gegen den Hund ist der Mensch.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand

Wenn du einen verhungerten Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beißen.
Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.07.2014, 16:50 
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Inhaltsverzeichnis

Schokolade & Kakao
Rohe Bohnen
Nachschattengewächse
Weintrauben und Rosinen
Rohes Schweinefleisch
Knoblauch
Zwiebeln
Avokados
Knochen die gekocht, gegrillt oder gebraten wurden
Salzige Knabbereien
Milchhaltige Speisen wie zum Beispiel Eis, Sahne, Käse usw.
Alkohol, Kaffee und Cola
Alfalfa Sprossen


Schokolade & Kakao

Enthält Theobromin. Achtung: Kann zum Tod führen.
Bei größeren gefressenen Mengen, sofort einen Tierarzt aufsuchen!

Rohe Bohnen

Enthält den Giftstoff Phasin. Dieser verklebt die roten Blutkörperchen.

Nachschattengewächse

- Auberginen
- rohe Kartoffeln

Enthalten Alkaloide welche unter anderem zu Erbrechen und Störung der Gehirnfunktionen führen können.

Weintrauben und Rosinen

Rohes Schweinefleisch

Kann in seltenen Fällen das Aujeszky-Virus enthalten. Achtung: Eine Infektion endet für Hunde immer tödlich.

Knoblauch

Vergiftungsgefahr! Die tödliche Dosis liegt in etwa bei zwei und mehr Knollen. Achtung: Es macht keinen Unterschied ob der Knoblauch roh oder gekocht gefressen wurde!

Zwiebeln

Führt zu Vergiftungserscheinungen. Achtung: Es macht keinen Unterschied ob die Zwiebel roh oder gekocht gefressen wurde!

Avokados

Enthält den giftstoff Persin.

Knochen die gekocht, gegrillt oder gebraten wurden

Knochen die erwärmt wurden, werden weich und splittern dadurch leichter. Es besteht Verletzungsgefahr am Verdauungssytem.

Salzige Knabbereien

Eine hohe Aufnahme von Salz ist für Hunde nicht gesund und kann bei Vorerkrankungen wie Herz- und Nierenschwäche lebensgefährlich werden.

- Erdnüsse: Kann zu Epileptischen Anfällen führen
- Bittere Mandeln
- Macadamia-Nüsse

Milchhaltige Speisen wie zum Beispiel Eis, Sahne, Käse usw.

Der Magen eines Hundes ist für Milch nicht ausgelegt und kann diese nur schwer Verdauen. Folge: Durchfall

Alkohol, Kaffee und Cola

Enthaltener Giftstoff: Theobromin


Käse gebe ich als Leckerchen in Maßen, keine Kilos, aber trotzdem 1x die Woche...das sehe ich nicht als Giftstoff an...

_________________
Tierliebe Grüße
Cordula Lützenkirchen und die 4-beinige Rasselbande :0))

Hunde- & Katzen-Ernährungsberaterin

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 Betreff des Beitrags: Re: Giftige Lebensmittel
BeitragVerfasst: 23.12.2015, 12:38 
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http://www.animal-health-online.de/klei ... esen/9973/

AHO Redaktion Kleintiere & Pferde
23. Dezember 2015

Bei Hunden immer tödlich: Aujeszkysche Krankheit bei einem Jagdhund im Hunsrück nachgewiesen

mann_hundKoblenz (aho) – Das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz hat bei einem Jagdhund die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Wie das LUA jetzt mitteilt, wurde das Tier zuvor bei einer Jagd im Hunsrück (Kreis Bernkastel-Wittlich) eingesetzt und hatte dabei Bisskontakt zu einem Wildschwein.

Eine Übertragung auf den Menschen ist nicht bekannt, es kommt aber gelegentlich vor, dass sich Jagdhunde bei Wildschweinen infizieren. In Rheinland-Pfalz wurde das Virus zuletzt 2009 bei einem Jagdhund im Vulkaneifelkreis nachgewiesen.
Hauptinfektionsquelle für Hunde ist der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen oder die Verfütterung von rohem Schweinefleisch. Bisskontakt bei der Jagd ist zwar nicht immer zu vermeiden, doch sollten Jäger ihre Hunde von erlegtem Schwarzwild fernhalten und keine entnommenen Innereien roh verfüttern.

Für Hunde verläuft eine Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit immer tödlich. Das auffälligste Symptom bei infizierten Tieren ist zumeist der intensive Juckreiz an Stirn, Lippen, Wangen, Augen und Ohren. Die Symptome treten nach einer Inkubationszeit von zwei bis neun Tagen auf. Mit fortschreitender Erkrankung können Apathie, Fieber Schluckbeschwerden, Atemnot, Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen hinzukommen. Der Tod tritt gewöhnlich ein bis drei Tage nach Einsetzen der ersten klinischen Anzeichen ein. Eine Impfung gegen die Aujeszkysche Krankheit gibt es für Hunde nicht.

Freilandhaltungen absichern

Schweine sind das Hauptreservoir des Erregers der Aujeszkyschen Krankheit. Dank intensiver Bemühungen ist es bereits vor Jahren gelungen, die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland zu tilgen, bei Wildschweinen tritt sie jedoch vereinzelt noch auf. Bei Hausschweinen in Freilandhaltung muss unter anderem sichergestellt sein, dass kein direkter oder indirekter Kontakt zu Wildschweinen möglich ist. Sollte das Virus in einen Bestand eingeschleppt werden, drohen massive wirtschaftliche Schäden.

(c) Copyright Dr. M. Stein, Am Kiebitzberg 10, 27404 Gyhum
WWW: http://www.animal-health-online.de
E-Mail: manfred.stein@t-online.de
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