Futter aus Abfällen: EU-Futtermittelhersteller gründen Verband
(06.11.2013) Europäische Firmen, die aus Nebenprodukten der
Lebensmittelindustrie hochwertige Futtermittel herstellen, schließen sich zu
einem Verbund zusammen. Am 1. Januar 2014 beginnt die "European Former
Foodstuff Processors Association", kurz EFFPA offiziell ihre Arbeit.
Die EFFPA hat das Ziel, einen EU-Rechtsrahmen für den sicheren Einsatz von
Nebenprodukten in der Futtermittelherstellung mit zu entwickeln und die
Nahrungsmittelverschwendung zu reduzieren.
Bei der Herstellung von Lebensmitteln fallen z. B. wegen Produktionsfehlern
Abfälle an, die nicht mehr vermarktet werden können. So können Lebensmittel
in Form, Gewicht, Farbe oder Geschmack abweichen oder aber das
Mindesthaltbarkeitsdatum ist überschritten.
Zerbrochene Kekse, überwürzte Kartoffelchips und falsch verpackte Süßwaren
sind Beispiele für Abfälle mit einem hohen Nährwert (Fett, Energie). Diese
Lebensmittelreste können aber weiter zu Futtermitteln verarbeitet werden.
Zu "Tafeln" als Hilfe für sozial Schwache bestehe keine Konkurrenz, da 95
Prozent der verwendeten Produkte für den menschlichen Verzehr nicht geeignet
seien, betont die EFFPA.
Jedes Jahr werden in der EU schätzungsweise rund drei Millionen Tonnen
Lebensmittelabfälle für die Futtermittelherstellung genutzt.
Sieben Mitglieder haben die EFFPA gegründet, darunter das britische
Unternehmen SugarRich, die niederländische Branchenvereinigung VIDO, die
französische Organisation Valoria und für Deutschland der Bundesverband
Futtermittel aus Nebenprodukten (BFaN).
Heike Kreutz, aid.de
quelle:
http://www.vet-magazin.com/veterinaer-n ... rband.html

